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RA-Micro

Ich setze meine kleine Reihe fort:
„Kanzleisoftware aus der Praxis“ 

Dieses Mal geht es um RA-MICRO.

Ich kenne das Programm seit meinem Wechsel ins Anwaltsnotariat im Sommer 2019 und arbeite seitdem regelmäßig damit, sowohl in der Anstellung als auch heute in meiner Selbstständigkeit.


Mein Eindruck aus der Praxis

Intuitive Bedienung

RA-MICRO war für mich von Anfang an gut verständlich.
Ich habe mich schnell zurechtgefunden und konnte viele Funktionen ohne lange Einarbeitung nutzen.

Gerade im Kanzleialltag ist das ein großer Vorteil, Zeit für lange Schulungen bleibt selten.


Kalender & Fristenmanagement

Ein Bereich, den ich besonders schätze, ist der Kalender.

Die direkte Integration von

  • Wiedervorlagen (WV)
  • Fristenliste

sorgt für einen sehr guten Überblick im Alltag.
Alles ist zentral gebündelt und schnell erfassbar.


Mahnverfahren & Zwangsvollstreckung

Ein großer Pluspunkt ist für mich das Forderungskonto.

Es bildet eine saubere Grundlage für

  • Mahnverfahren
  • Zwangsvollstreckung

und ist praxisnah aufgebaut.
Gerade in diesen Bereichen erleichtert das die tägliche Arbeit erheblich.


Finanzbuchhaltung (FiBu)

Seit einigen Monaten nutze ich auch die Finanzbuchhaltung innerhalb von RA-MICRO.

Mein Eindruck:
Logisch aufgebaut, funktional und gut verständlich.
Auch hier findet man sich schnell zurecht.


Notarschnittstelle / XNP

Die Verbindung zum XNP sowie der Import von UVZ-Einträgen funktioniert zuverlässig.

Teilweise braucht der Import etwas Zeit, das liegt aus meiner Sicht jedoch nicht direkt am System selbst, sondern eher an den Schnittstellenprozessen.


Optik & Design

Das Design ist, wie oft diskutiert, nicht modern.
Es erinnert eher an ältere Windows-Oberflächen.

Aber:
Im Kanzleialltag zählt für mich die Funktionalität – und die ist gegeben.


Notariat

Für den Notariatsbereich bietet RA-MICRO aus meiner Sicht weniger Tiefe als spezialisierte Programme.

Für viele Standardabläufe ist es dennoch ausreichend und gut nutzbar.


Fazit

RA-MICRO ist für mich ein klassisches Beispiel für:

„Nicht hübsch, aber funktioniert.“

Und genau das ist im Alltag oft entscheidender als ein modernes Interface.

 

Für mich persönlich ist es sogar mein Favorit unter den Anwaltsprogrammen.